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Speichern als PDF Druckversion PDFFlexible Gestaltung der Lebensarbeitszeit durch arbeitnehmerfinanzierte Vorsorge

Die flexible Gestaltung der Lebensarbeitszeit ist eine zentrale Anforderung an zukunftsfähige Arbeitszeit- und Versorgungssysteme. Gerade nach den jüngeren Reformen der Altersversorgungssysteme ist die Nachfrage nach intelligenten, arbeitnehmerfinanzierten Vorsorgekonzepten ungebrochen.

Was ist die Ausgangssituation?

Mit zahlreichen Initiativen im Bereich des Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrechtes hat der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren Möglichkeiten geschaffen, die – bei entsprechender Konstruktion – in ihrer Attraktivität und Flexibilität häufig deutlich über die etablierten Vorsorgemodelle hinausgehen.


Baumgartner & Partner unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung und Implementierung von Zeitwertmodellen und insolvenzgeschützten Altersteilzeitmodellen.

Wir konfektionieren kostengünstige, steuerlich optimierte Lösungen für Ihr Haus und Ihre Mitarbeiter, und zwar mit standardisierten Paketen für

  • die personalwirtschaftliche Konzeption und Implementierung von Zeitwertmodellen und Altersteilzeitkonten,
  • Insolvenzschutzlösungen,
  • Anlagekonzepte,
  • Übernahme des gesamten administrativen Prozesses inkl. der entsprechenden Aufzeichnungspflichten.

Was ist ein Zeitwertmodell?

Das Zeitwertmodell vereinigt Elemente aus Langzeitarbeitskonten und betrieblicher Altersversorgung zu einem renditestarken und flexiblen Instrument.

Mitarbeitern wird die Möglichkeit geboten, Vergütungs- und Zeitanteile in ein „Wertguthaben“ unversteuert und unverbeitragt einzubringen, welches sich am Kapitalmarkt verzinst und später insbesondere zu einer Freistellung oder einem vorgezogenen Ruhestand genutzt werden kann.

Was kann vom Mitarbeiter eingebracht werden?

Die Einbringung in das Wertguthaben erfolgt ohne Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Das heißt unter anderem, dass Zinsen oder Kursgewinne sich stets auf die Brutto-Beträge auswirken (Brutto-Spar-Effekt).

Es können nicht nur Überstunden eingebracht werden – die dann entsprechend in Geld umgerechnet werden – sondern praktisch alle Vergütungsbestandteile bis zum Erreichen der jeweils gültigen Grenze zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Viele Unternehmen verzichten sogar vollständig auf die Möglichkeit, das Konto mit Überstunden zu füllen – entweder weil eine entsprechende „Überstundenkultur“ nicht gefördert werden soll oder aber weil das Modell nur für Mitarbeiterkreise geschaffen wird, die nicht mehr der Zeiterfassung unterliegen.

Prinizpiell können die folgenden Gehalts- oder Lohnbestandteile eingebracht werden:

  • Sonderzahlungen,
  • Teile des Monatsentgelts,
  • Zulagen,
  • Prämien etc.,
  • Entgelt für geleistete Mehrarbeit.

Wie erfolgt die Mittelanlage?

Die Guthaben der Mitarbeiter werden in der Regel in Kapitalmarktprodukten angelegt und können so an der Performance der Finanzmärkte partizipieren.

Wir können ein Portfolio spezieller Anlageprodukte für das Backing der Arbeitnehmeransprüche anbieten: von konservativen Fonds mit Einlage- oder Zinsgarantien bis hin zu Switch-Modellen welche die Guthaben ihrer Mitarbeiter erst mit zunehmendem Lebensalter in entsprechend sichere Produkte leiten.

Entsprechende Konstruktionen der Finanzprodukte erlauben es, die Kosten für die Vermögensverwaltung und gegebenenfalls auch die Treuhandabsicherung direkt mit der Fondsperformance zu verrechnen, so dass sich die Kosten für den Arbeitgeber auf ein Minimum reduzieren.

Wie werden die Wertguthaben abgesichert?

Um vom Gesetzgeber anerkannt zu werden, müssen die Arbeitnehmeransprüche an die Wertguthaben gegen die Insolvenz des Arbeitgebers gesichert werden.

Bei Modellen mit Kapitalmarktsicherung kommen zur Zeit vor allem so genannte Verpfändungslösungen zur Anwendung, die in Ihrer Konstruktion verhältnismäßig einfach und sicher sind, in der Verwaltung bisweilen jedoch recht aufwendig, da jeder einzelne Mitarbeiter dieses Dokument zu erstellen hat.

Treuhandlösungen (Vermögens- und Verwaltungstreuhand) werden von größeren Unternehmen bevorzugt. Die Einrichtung eines solchen Trusts führt unter anderem dazu, dass das Vermögen der Arbeitnehmer auch faktisch aus dem Unternehmen herausgelöst wird. Somit eröffnet sich dem Unternehmen die Möglichkeit, die Arbeitnehmeransprüche und die entsprechenden Rückdeckungsmittel nicht mehr in der Bilanz ausweisen zu müssen (IAS/GAAP).

Welche Möglichkeiten der Verwendung gibt es?

Die Verwendungsmöglichkeiten der aufgebauten Wertguthaben sind ausgesprochen vielseitig.

Der klassische Weg besteht in der Verkürzung der Lebensarbeitszeit. Der Mitarbeiter wird vom Arbeitgeber freigestellt und bezieht in dieser Freistellungsphase seine Bezüge aus dem Wertguthaben. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, während des Arbeitslebens eine Auszeit zu nehmen (Sabbatical) und diese Zeit mit dem Vermögen aus den aufgebauten Guthaben zu finanzieren.

Ist es nicht möglich oder nicht gewünscht, das Guthaben „in Zeit“ aufzubrauchen bestehen zwei weitere attraktive Nutzungsmöglichkeiten:

Zum einen kann das gesamte Guthaben in Form einer Einmalzahlung bei Erreichen des Rentenalters ausgeschüttet werden. Es unterliegt dann ebenfalls der Beitragspflicht, aber es können reduzierte Steuersätze („Fünftelungsreglung“) angewandt werden.

Schließlich besteht die Möglichkeit, ein Guthaben bei Erreichen des Rentenalters vollständig (d.h. ohne vorherige Versteuerung und Verbeitragung) in eine betriebliche Altersversorgung zu überführen.

Was sind die Vorteile von Zeitwertmodellen?

Arbeitgebernutzen

  • Unterstützung des Images als innovativer Arbeitgeber,
  • Instrument der Arbeitszeitflexibilisierung,
  • Höhere Anreizwirkung für die Mitarbeiter durch Einsparungsmöglichkeit von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.

Arbeitnehmernutzen

  • Individuelle Lebensarbeitszeitgestaltung,
  • Flexible Einbringungsmöglichkeiten und Verwendungsmöglichkeiten,
  • Attraktive Rendite durch Effekte des Brutto-Sparens,
  • Langzeitkonten stellen eine konkurrenzfähige und zum Teil überlegene Alternative zur klassischen Entgeltumwandlung dar.

Welchen Service bietet Baumgartner & Partner?

Konzeption
Anpassung unserer Standards in die personalwirtschaftlichen Systeme und Zielsetzungen unserer Kunden

Implementierung
Kundenspezifische Anpassung von Betriebsvereinbarungen, Verzichtserklärungen, Kommunikationsmaterialen

Administration
Wir unterstützen Sie bei der Implementierung einer Abwicklungslösung in Ihrem Haus oder gestalten die Schnittstelle zu einer überbetrieblichen Abwicklungsplattform («sima»), welche die gesamten Abwicklungsleistungen inkl. des Führens der Mitarbeiterkonten, des Reportings gegenüber den Mitarbeitern, des Verwaltens von Auszahlungsplänen und des Erfüllens aller Anforderungen der Sozialversicherungsträger übernimmt.

Kapitalanlage
Wir bieten Ihnen ein Portfolio ausgewählter Kapitalmarktprodukte namhafter Anlagegesellschaften.

Treuhand
Wir unterstützen Sie bei der Formulierung von Einzelverpfändungen oder bei der Entwicklung einer eigenen Treuhandlösung.

Sie sind interessiert oder haben weitere Fragen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine e-Mail. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Baumgartner & Partner Unternehmensberatung GmbH
Kurze Mühren 13
20095 Hamburg
Tel: +49 (40) 28 41 64 – 0
Fax: +49 (40) 28 41 64 – 11

Ihre Ansprechpartner:
Lothar Sommer
marketing@baumgartner.de

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